 Vor dem Start: Die Kleiderbeutel der ersten Wechselzone. Dort nehmt Ihr Euren Kleiderbeutel und rennt ins Wechselzelt. Foto: Dirk Lahn Die vierte Disziplin des Triathlon sind bekanntlich sie Wechsel. Frank Druska beschreibt in seinem Beitrag die erste der beiden, also den Wechsel vom Schwimmen auf das Rad. Von Frank Druska
Die Schwimmer werden sagen „schade, schon vorbei!“, diejenigen, denen das nasse Element nicht so liegt eher „endlich geschafft!“. Nach dem Schwimmausstieg geht es scharf links durch die Reihen der Wechselbeutel. Präge Dir vor dem Start noch einmal ein, wo Dein Beutel liegt, damit Du nicht lange suchen musst. Wenn Du in gegriffen hast, schaue unbedingt nach, ob es auch wirklich Deiner ist! Als Helfer konnte ich zahlreiche Athleten beobachten, mit dem falschen Beutel im Wechselzelt ankamen und wieder umkehren mussten, um den richtigen Sack zu finden.
Orientierungshilfe bieten Dir hier die Metalltafeln mit den jeweiligen vollen Zehnern der Startnummern. Wenn Du tatsächlich einen falschen Beutel gegriffen hast, wirf ihn nicht einfach irgendwo hin, sondern bring ihn unbedingt an seinen Ort zurück oder bitte einen Helfer außerhalb des Zeltes darum. Der Besitzer des Beutels wird es Dir danken! Er steht sonst nämlich ohne seine Sachen da, weil der Beutel im schlimmsten Fall schon im Kleider-LKW verschwunden ist.
Gesucht: Kenner anderer Langdistanzen
Wir möchten auch auf andere wichtige Rennen möglichst ausführlich eingehen. Dafür suchen wir ehrenamtliche Autoren, die "ihr" Rennen in- und auswendig kennen und ihr Wissen weitergeben wollen. Wenn also die Ironmanrennen von Frankfurt oder Lanzarote, Zürich, Klagenfurt etc. Dein spezielles Thema sind, melde Dich bei uns Im Wechselzelt ist es je nach Deiner Schwimmzeit voll oder auch nicht (bei mir eher nicht…), die fleißigen Helferinnen versuchen jedoch, wirklich jeden zu unterstützen. Neo ausziehen, Sonnenmilch verteilen, Sachen in den Beutel packen – Du bekommst eine helfende Hand! Über einen kurzen Dank freuen sich die Damen daher auch immer!
Noch ein Wort zur Sortierung Deiner Utensilien: der Helm muss am Rad deponiert werden, Brille, Handschuhe, Strümpfe, Radschuhe und die Startnummer können dort liegen, können jedoch auch im Wechselbeutel aufbewahrt werden. Es bleibt Dir überlassen, wo Du was am liebsten umlegst und anziehst. Wichtig ist aber: Es muss sich grundsätzlich innerhalb des Zelts umgezogen werden!
Aus dem Wechselzelt heraus geht es in die Wechselzone, hier gibt es den ersten Verpflegungsstand. Wer auf die Uhr schaut, rennt hier vorbei, alle anderen nehmen es etwas gemütlicher und tanken kurz auf. Auf hier gilt wieder: Merke Dir gut, wo Dein Fahrrad parkt. Zwar sind überall Schilder mit den Startnummern angebracht aber in der Wettkampfhektik verliert man schon mal die Orientierung. Also am besten vor dem Start geeignete Landmarken zur Orientierung festlegen, z.B. "nach dem Sprecherturm zweite Reihe links".
Am Fahrrad angekommen zuerst den Helm aufgesetzt und dann das hoffentlich schon in Vorfreude vibrierende Gefährt aus dem Ständer genommen. Die Wechselzone hat zwei Ausgänge, nimm den der am nächsten dran ist. Rüber über die Matte der Zeitnahme und aufgestiegen. Eine Bitte dabei an diejenigen, die ihre Radschuhe auf dem Rad anziehen wollen: übt dies vorher gut! Es kommt immer wieder zu unschönen Situationen, wenn Athleten Schlangenlinien fahren oder noch einmal absteigen, um die Schuhe anzuziehen und dabei andere behindern. Dieser Stress muss nicht sein, für die meisten geht es nicht um Sekunden…
Du sitzt auf dem Rad, Schuhe an, Brille auf, alle Utensilien dabei für die lange Fahrt? DANN LOS!!! Frank Druska
Über den Autor Frank Druska kennt die Challenge Roth wie seine Westentasche. Durch zahlreiche Starts und Trainingsrunden auf den Originalstrecken gehört er schon fast zum festen Inventar des Rennens. Die Bestzeit des laufstarken Berliners liegt bei 9:22 Stunden. Weitere Artikel zum Thema Der längste Tag – erfolgreich finishen für Zuschauer Der Weg zur Startlinie Die Schwimmstrecke Die Wechselzone T1 Die Radstrecke Wie man am schnellsten über die Hügel kommt Die zweite Wechselzone Dritter Akt – der Marathon
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