 Kurze Wege: Die Startvorbereitungen bei der Challenge Roth sind sehr einfach. Wir besprechen im Artikel die Wege, die am Wettkampfmorgen wichtig sind. Bild: Challenge Roth, die roten Eintragungen sind von X-athlon. Bevor man endlich an der Startleine der Challenge Roth Wasser tritt, hat man am Wettkampftag einige organisatorische Dinge zu erledigen: Rad aufpumpen, Oberarm und Wade beschriften lassen und Kleiderbeutel abgeben – all das will rechtzeitig vor dem Start erledigt sein. Wir erklären hier die Wege, die Ihr in Roth gehen müsst, bevor das Rennen beginnt. Von Arne Dyck
ParkenNach der Ankunft am Kanal geht es zuerst auf den großzügigen Parkplatz, der in unmittelbarer Nähe zum Schwimmstart gelegen ist. Normalerweise kennt man ihn bereits vor Vortag, an dem die Räder eingecheckt werden. Während die Parkplatzsuche bei vielen anderen Events wirklich Nervensache ist, bietet der Abstellplatz am Schwimmstart bei der Challenge wirklich Platz in Hülle und Fülle. Die Anfahrt durch noch schlafende Ortschaften ist vollkommen stressfrei, Staus sind ausgeschlossen. Ehe man sich versieht, steht das Auto auf der riesigen Parkplatzwiese am Kanal.
Nun folgt ein kleiner Spaziergang zur Wechselzone. Auf einem asphaltierten Sträßchen reiht man sich in den Gänsemarsch der Athleten ein. Man geht unter der großen Brücke durch und hat die Wechselzone T1 vor sich. Von Auto bis hierher sollte man grob eine Viertelstunde einplanen.
Wir nennen im folgenden die Fixpunkte, die Ihr nun der Reihe nach abklappern müsst. Zum besseren Verständnis haben wir eine kleine Übersichtskarte erstellt, die auf einer Vorlage der Challenge Roth basiert, die wir uns kurz ausgeliehen haben (vielen Dank). Die himbeerfarbenen Einträge stammen von uns und sind nicht offiziell. OberarmbeschriftungWenn Ihr vom Parkplatz kommend unter der Brücke durchmarschiert seid, geht Ihr wie am Vortag durch den Eingang der Wechselzone (dort, wo am Bike-Checkin der Helm kontrolliert wurde). Hier wendet Ihr Euch nach rechts einem Platz zu, der direkt neben der Wechselzone gelegen ist. Dort befindet sich in einem Zelt die Oberarmbeschriftung.
Da hier sehr viele Helferinnen für die Beschriftung zuständig sind, geht alles ruckzuck. Tipp: Falls im vorderen Bereich des Zelts doch einmal eine kleine Warteschlange entstehen sollte, schaut mal weiter hinten nach. Da winkt Euch wahrscheinlich bereits eine der charmanten Damen mit einem Edding zu. Am besten gleich die Wade und den Oberarm frei machen, dann geht es am schnellsten. Eure Startnummer kennt Ihr ja wohl auswendig! Ich habe sie schon mehrfach vergessen, just in dem Moment, als ich danach gefragt wurde. Gesucht: Kenner anderer Langdistanzen
Wir möchten auch auf andere wichtige Rennen möglichst ausführlich eingehen. Dafür suchen wir ehrenamtliche Autoren, die "ihr" Rennen in- und auswendig kennen und ihr Wissen weitergeben wollen. Wenn also die Ironmanrennen von Frankfurt oder Lanzarote, Zürich, Klagenfurt etc. Dein spezielles Thema sind, melde Dich bei uns
Stilles ÖrtchenVon der Oberarmbeschriftung geht es zurück in die Wechselzone. Auf dem Weg dorthin tauchen gleich rechts sehr viele Toilettenhäuschen auf. Für mich ist es alte Tradition, hier nach der erfolgreichen Bewältigung der ersten Tagesetappe kurz zu verschnaufen. Seltsamerweise ist es immer wieder dieser Ort, an dem ich richtig aufwache und den Tag realisiere. Die Musik dringt von draußen herein, die Stimme des Sprechers klingt gedämpft und vertraut ... ein friedlicher Moment in Dixieland. Wechselbeutel am SchwimmausstiegMein nächster Weg führt mich ganz durch die Wechselzone hindurch zum Schwimmausstieg. Dort muss der Wechselbeutel für den ersten Wechsel am richtigen Platz liegen. Ist das Wetter sicher, kann man diesen Beutel bereits am Vortag platzieren. Eine Kontrolle sollte jedoch am Wettkampfmorgen in jedem Fall erfolgen. Kleiderbeutel für das Ziel in RothLangsam wird es ernst: Wenn das Rad aufgepumpt ist und der Neo am Leib klebt, füllt man den Kleiderbeutel ("Zielbeutel") mit der Wechselkleidung. Denkt daran, dass nichts am Wechselplatz liegen bleiben darf, denn die Wechselzone wird komplett abgebaut, während Ihr auf dem Rad schuftet. Mit dem Zielbeutel in der Hand begebt Ihr Euch zum Schwimmstart. Dazu müsst Ihr eventuell um das große Wechselzelt herumlaufen, bis ihr diejenige Seite des Zelts erreicht habt, die in Schwimmrichtung liegt. Dort steht ein LKW und nimmt Euch den Zielbeutel ab. Trotz aller Nervosität sollte ein "herzliches Dankeschön" an die Helfer Ehrensache sein.
Hier findet Ihr übrigens nochmals eine Batterie Toilettenhäuschen, denn in Roth kennt man das grausame Gesetz des Triathlonsports, das besagt, dass Blase und Darm am meisten drücken, wenn man den Neo gerade geschlossen hat. Ein Tisch mit Getränken hilft jenen, die kurz vor dem Start plötzlich einen trockenen Mund haben. Toller Service! Der point of no returnNun geht es vollends um das Wechselzelt herum zum Vorstartbereich. Hier wird der Athlet mit seinem Chip als Starter aktiviert, sobald er eine Kontaktmatte überschreitet. Von hier aus gibt es kein Zurück mehr. Etwas Gedränge an dieser Stelle ist normal. Es kann ein oder zwei Minuten dauern, bis man die paar Meter zum Wasser zurückgelegt hat. Bleibt cool, auch wenn der langsame Gänsemarsch stockt und es nicht vorwärts zu gehen scheint.
Hat man das Wasser schließlich erreicht, muss man noch rund 50 Meter schwimmen bis zur Startlinie, die sich im Kanal befindet. Am besten schwimmt man 5 Minuten vor dem Start los, also direkt nach dem Take-off der vorangehenden Gruppe. Dann hat man genügend Zeit bis zum Start.
Tipp: Bevor der Startschuss fällt sollte man kurz innehalten und die Szenerie ringsum wahrnehmen. Die vielen tausend Zuschauer an beiden Seiten des Kanals und auf der Brücke, die aufgehende Sonne, das kühle Wasser -- dies aufzunehmen sollte am Beginn der letzten Etappe Deiner Reise nicht fehlen. Arne Dyck
Skizze: Die Wege vom Parkplatz bis zum Start Website Challenge Roth: Streckenskizzen Weitere Artikel zum Thema Der längste Tag – erfolgreich finishen für Zuschauer Der Weg zur Startlinie Die Schwimmstrecke Die Wechselzone T1 Die Radstrecke Wie man am schnellsten über die Hügel kommt Die zweite Wechselzone Dritter Akt – der Marathon
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