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Mobbing im Triathlon - Seite 27 - triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum
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Alt 12.07.2018, 14:39   #209
Trimichi
Szenekenner
 
Registriert seit: 10.06.2009
Beiträge: 2.396
Dann darf auch das entsprechende Kultvideo nicht fehlen

https://www.youtube.com/watch?v=RTgm6dWAYWc (Der Angriff der Rambo-Schwimmer)

VG
Trimichi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.07.2018, 16:24   #210
JensR
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Registriert seit: 07.02.2010
Ort: NB/Zürich
Beiträge: 520
Zitat:
Zitat von Trillerpfeife Beitrag anzeigen
Sich vorbereitet über die Strecke zu quälen ist auch nicht gesund und auch nix dolles. Ganz ehrlich da ist mir doch der lieber der trotzdem antritt anstatt zu sagen .... die Zeit XYZ hätte ich eh nie geschafft und gar nicht erst hinfährt.
geht es um den Aspekt gesund? Dann sagt uns die Mainstream-Theorie aus den Magazinen, die meine Frau so liest ( ) doch irgendwas wie, dass 3-4x/Woche leichtes körperliches Training gesund wäre.

Ergo ist das was die meisten hier machen (viel mehr Training), genauso ungesund wie das was die Dame macht (viel weniger Training)

Nein, jeder darf und soll Sport machen, wie er es gerne möchte. Ich finde es immer etwas bewundernswerter, wenn sich jemand regelmässig dazu aufrafft etwas Sport zu machen, egal auf welchem Niveau, als wenn jemand einmal im Jahr irgendeine Heldenaktion plant.

Aber auch das muss jeder mit sich selber ausmachen. Einer meiner emotionalsten Läufe war mein erster und schlechtester Rennsteiglauf. Wegen dem habe ich überhaupt wieder angefangen zu laufen, war dann fast 2 Monate am Fuss verletzt im Frühjahr, konnte gerade noch 4 Wochen trainieren und bin da dann vollkommen unvernünftigerweise gelaufen. Das war das einzige mal wo ich Tränen in den Augen hatte bei einem Finish... Allerdings bin ich die Jahre drauf wieder gekommen und dann auch deutlich besser trainiert. Vollkommen überraschend haben dann die 73km vor dem Zieleinlauf deutlich mehr Spass gemacht.
JensR ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.07.2018, 06:30   #211
Pete4Tri
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Benutzerbild von Pete4Tri
 
Registriert seit: 20.08.2009
Ort: neben den vielen Wohnwagen
Beiträge: 489
Moin, ich werfe jetzt noch mal einen anderen Aspekt ins Rennen, welcher hier noch nicht zur Sprache kam... (glaub' ich zumindest )
Das was gerade auch bei den letzten, medial im Fokus gewesenen, Veranstaltungen (Roth & Frankfurt) so positiv herausgestellt wurde, ist ja das gemeinsame Erleben des Triathlonsports. Es starten Profis und Amateure, und hier dann "Ersttäter" mit Zielzeit 16h und "Halbprofis" mit Zeiten <<10h, in einem Feld. Das es dann zu "Behinderungen" kommt, ist doch eigentlich selbstverständlich. Wurde ja auch schon hier im Forum diskutiert, dass z.B. langsame Radfahrer an Steigungen evtl. ein Überholen verhinderten bzw. es zu Zeitverlust gekommen ist.
Wollte man das verhindern, müssten die jeweiligen Leistungsklassen komplett separat starten. Das würde natürlich auch bedeuten, dass diese "Massen" an Startern nicht mehr in einer Veranstaltung zu bewältigen und unwirtschaftlich wären.
Von daher weiß ein jeder Teilnehmer doch, dass er neben dem Kampf gegen sich und die Zeit, auch mit langsamen Schwimmern (Überholen = Umweg oder Zeitverlust), langsamen Radfahrern (Zeitverlust) und auch langsamen Läufern ("Slalomlaufen") rechnen muss.
In dem Fall der Brustschwimmerin auf einer Bahn mit anscheinend deutlich schnelleren Schwimmern könnte man aber dem Veranstalter den "schwarzen Peter" zuschieben, da die Bahneinteilung evtl. suboptimal war.
Pete4Tri ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.07.2018, 21:53   #212
JENS-KLEVE
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Benutzerbild von JENS-KLEVE
 
Registriert seit: 15.10.2009
Ort: KLEVE
Beiträge: 3.602
Nur weil eine Dame den olympischen Geist zu arg überdehnt hat, dafür einen überzogenen Spruch gedrückt bekommen hat und nun ein riesiges Fass dafür aufmacht, muss man nicht direkt die Grundpfeiler der Sportart überdenken. Dass hier kein echtes Mobbing vorliegt haben wir ja anhand der Definitionen geklärt.
__________________
OUTING: Ich trage Finisher-Shirts beim Training, auf der Arbeit, in der Disco, auf Pasta-Partys, im Urlaub und beim Einkaufen
JENS-KLEVE ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.07.2018, 03:21   #213
Trillerpfeife
Szenekenner
 
Registriert seit: 24.01.2016
Beiträge: 1.583
Zitat:
Zitat von JENS-KLEVE Beitrag anzeigen
Nur weil eine Dame den olympischen Geist zu arg überdehnt hat, dafür einen überzogenen Spruch gedrückt bekommen hat und nun ein riesiges Fass dafür aufmacht, muss man nicht direkt die Grundpfeiler der Sportart überdenken. Dass hier kein echtes Mobbing vorliegt haben wir ja anhand der Definitionen geklärt.
Äh wo hat sie ein riesiges Fass aufgemacht?

Meinst du ihren Blog Eintrag?
__________________
Zitat:
Zitat von tridinski Beitrag anzeigen
das ist ja nun totaler Käse
Trillerpfeife ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 14.07.2018, 08:00   #214
Helmut S
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Registriert seit: 30.10.2006
Beiträge: 4.990
Zitat:
Zitat von JENS-KLEVE Beitrag anzeigen
Nur weil eine Dame den olympischen Geist zu arg überdehnt hat,
Wenn sie das nur gemacht hätte. Du spielst auf „Dabeisein ist alles!“ an. Aber das ist ein Irrtum das ist nicht das olympische Motto. Das ist ein Mythos der sich hartnäckig hält und immer mehr zur Realität, zur Wahrheit zur Einstellung wird. Dabeisein ist alles - das Event, die Verabstaltung steht im Vordergrund und nicht die sportliche Leistung.

Citius, Altius, Fortius - das ist das eigentliche olympische Motto. Wenn man höher als bisher, weiter als bisher und stärker als bisher sein will, muss man sich anstrengen, man muss trainieren, man muss Leistung, ja Höchstleistung bringen.

Unsere Gesellschaft verändert sich seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten. Die klassischen Tugenden der bürgerlichen Gesellschaft wie Fleiß und Arbeitsamkeit (beides kann man im sportlichen Sinne als leistungsorientierter Sportler übrigens gut gebrauchen) weichen modernen Tugenden wie z.B. Individualität, Freundschaft, Familie.

Aus Sicht derer, die darauf schauen was am Ende für den Menschen vor dem Hintergrund des klassischen Mottos erreichbar ist, für die mutet „Dabeisein ist alles“ fremd an und manch einer sieht - unbewusst meist - sein Wertesystem in Frage gestellt. Im Gegensatz zu citius, altius fortius wird das, aus seiner Sicht, mittelmäßige gefeiert. Alleine Dabeisein und es „schaffen“ ist schon eine Leistung, für die man Respekt haben soll. Das versteht der citius, altius, fortius Mensch nur bedingt.

Kein Wunder, dass es an der Stelle hi und da zu Konflikten kommt. Wie schon geschrieben wurde: Mobbing ist das Geschehene nicht, ein implizit beleidigender Spruch schon. Das absurde daran ist ja wahrscheinlich, dass der vermeintlich schnellere Schwimmer auch zu der „Dabeisein ist alles“ Gruppe gehörte, denn so wie es aussieht war man auf der „Anfängerbahn“ (hier nehmen wir mal an, dass Anfänger per se langsam sind).

Beiden Kontrahenten (besser: beiden Lagern) wäre es aus meiner Sicht angeraten, sich selbst zu reflektieren, sich zu hinterfragen und die Gründe für das Geschehene zu suchen. Dabei geht es natürlich nicht um Rechtfertigung, sondern um das Verstehen der Dinge und deren Zusammenhänge. Nur so bleibt man am Steuer der eigenen Persönlichkeitsentwicklung und wird nicht von gesellschaftlichen Strömungen oder sozialen Substrukturen irgendwo hingetrieben, wo man vielleicht gar nicht sein möchte.

LG H.
Helmut S ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.07.2018, 10:03   #215
Nobodyknows
Szenekenner
 
Benutzerbild von Nobodyknows
 
Registriert seit: 10.06.2009
Beiträge: 3.345
Zitat:
Zitat von Helmut S Beitrag anzeigen
Unsere Gesellschaft verändert sich seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten. Die klassischen Tugenden der bürgerlichen Gesellschaft wie Fleiß und Arbeitsamkeit (beides kann man im sportlichen Sinne als leistungsorientierter Sportler übrigens gut gebrauchen) weichen modernen Tugenden wie z.B. Individualität, Freundschaft, Familie.
Sorry für's OT, aber das ist -grundsätzlich- nicht richtig.
Wenn es so wäre, wer sorgt dann dafür, dass Arbeitsbedingungen in Deutschland, z. B. bei Amazon oder einem Paketdienst so wenig freundschaftlich sind?
Wer sorgt dafür, dass sich Vater Staat gegenüber Bürgern bei zahlreichen Gelegenheiten nur wenig familiär verhält?

Aber vielleicht meintest Du die moderne Umsetzung von irgendwelchen Tugenden:
Individuell (und familiär): Das Tattoo (mit den Geburtstagen der Kinder)
Freundschaft: Zum, aus einem Tierheim auf Malle geholten, Köter als Menschenersatz
Familie: Wir besuchen Oma alle zwei Monate im Pflegeheim

SCNR. Aber da bist Du etwas pauschal gewesen.

Gruß
N.
Nobodyknows ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.07.2018, 11:25   #216
Helmut S
Szenekenner
 
Registriert seit: 30.10.2006
Beiträge: 4.990
Das passt schon N. Bitte nicht Dinge verwechseln. Es gibt genug sozialwissenschaftlicher Studien zu dem Thema, und vergleiche mal die Arbeitsbedingungen vor z.B. 50 Jahren mit den heutigen. Vor 50 Jahren kam BMW zu uns in die Stadt. Heute sind wir eine der reichsten Städte Deutschlands. Ich erinnere mich noch gut, welche Arbeitsbedingungen meine Großväter hatten. Das war nix. Und ich erinnere mich welche Arbeitsbedingungen vor 50 Jahren (aus Erzählungen vom Vater und etwas später dann die Erinnerung eigene daran, dass der Vater nie da war) bei BMW waren und welche Möglichkeiten es heute gibt. Das ist unglaublich!

Ich erfahre das Beispielhaft auch selbst, wenn wir junge Mitarbeiter einstellen: Die Anforderungen sind völlig andere heute. Wir haben damals noch gefragt: Was kann ich erreichen? Kann ich zugreifen wenn es Projekte gibt. Heute fragen die Bewerber ob sie Sabbaticals haben können, ob sie mal auf TZ reduzieren können, ob es VPN Zugänge gibt oder ob sie von Zuhause arbeiten können...die Männer nehmen Elternzeit oder oder... analysiere diese Strömungen mal.

Das hat nix damit zu tun, dass Anazon die Leute ausbeutet oder oder ... das sind wirtschaftliche Fehlentwicklungen. Mit gesellschaftlichem Wertewandel im Sozialwissenschaftlichen Sinn hat das nix zu tun.

LG H.
Helmut S ist offline   Mit Zitat antworten
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