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hzockt 04.02.2012 21:10

Biel 2012 – könnte das klappen?
 
Hallo zusammen,
wie man anhand der Topic vielleicht schon erahnen kann, spiele ich mit dem Gedanken dieses Jahr in Biel zu starten. Da ich mir aber nicht sicher bin, ob das wirklich eine gute Idee ist, würden mich Eure Meinungen und Erfahrungen interessieren.
Vielleicht als kurzer Hintergrund: Ich laufe erst seit 3 Jahren regelmäßig. Meine läuferische „Karriere“ gipfelte mit dem Lübeck Marathon 2010. Ein paar Monate später habe ich mir dann eine Knieverletzung (Innenbanddehnung, Meniskusquetschung und Entzündung der Patellasehne) zugezogen. Inklusive Folgeverletzungen durch ein zu schnellen Wiedereinstieg, hat mich das fast das komplette letzte Jahr gekostet. Um meine Grundlagenausdauer wenigstens ein bisschen zu erhalten, saß ich relativ viel auf der Rolle (so 20-30 Stunden/Monat und jeden Sonntag ~ 3 Stunden).
Kurzum im Moment geht’s mir sehr gut und ich fühle mich fit. Eigentlich wollte ich im Sommer einen „schnellen“ 10er laufen. Nach den letzten Einheiten sehe ich dafür allerdings schwarz. Da ich zusätzlich noch den Laufstil (auf Mittelfuß – hoffe ich zumindest) umgestellt habe, bringen mich meine Waden um, wenn ich mal ein bisschen flotter unterwegs bin. Ich kann allerdings relativ problemlos lange und langsam laufen. Daher mein Plan Biel statt dem 10Km gerenne. (Beide Veranstaltungen wären übrigens am selben Tag)

Zusammenfassend sehe ich die Sache momentan so:

Pro-Biel:
- Ein Traum, den ich mir auf jedenfall erfülle. Dieses Jahr fahren allerdings noch 4 weitere vom örtlichen Lauftreff, was das logistische etwas erleichtert … (ich wohne in Schleswig-Holstein)
- Ich fühle mich gut und hätte noch 4 Monate Zeit
- Über 20Km langsam (~5:45 Min/Km) laufen ist aktuell auch kein Problem. Nächsten Sonntag folgt der Angriff auf die 30er Marke.
- Sollte die ganze Nummer klappen, hätte ich eine feine Basis für was nettes im Herbst geschaffen …

Contra-Biel:
- Ich habe kaum Erfahrung ( ca. fünf 10er Wettkämpfe / 2x HM und einen Marathon)
- Bin ich mir nicht ganz sicher, ob meine Sehnen / Bänder bzw. der komplette Bewegungsapperat, schon soweit sind, eine solche Aktion zu überstehen.



Hat jemand von Euch vielleicht entsprechende Erfahrungen, oder einen Rat? Ich würde mich freuen Eure Meinungen zu hören!


Viele Grüße


P.s.: Vielleicht nicht ganz unwichtig… Durch die lange Pause bin ich zwar nicht in Bestform, aber ganz gut davor. 28 Jahre / 1,75m / 67,5Kg / ~ 11%

FMMT 04.02.2012 21:21

Wie widerstandsfähig bist du gegen Schmerzen?
Aus der Ferne ein deutliches Nein, gewohne erst mal wieder Deine Sehnen und Gelenke ans Laufen. Du bist noch jung, da würde ich nicht mein zukünftiges Läuferglück riskieren.
Mir ist klar ,dass Du was anderes hören wolltest, aber bei mir arbeitet einer, der es in einem phantastischen Jahr auch übertrieb und jetzt seit 20 Jahren mit maladem Knie froh ist auch nur eine Stunde in langsamsten Tempo zu laufen (früher 100 km in 9.01), aber eben zuviel auf einmal wollte. Viel Glück bei Deiner Entscheidung.:Blumen:

triduma 04.02.2012 21:28

10km oder 100km Biel ist ja schon ein gewaltiger Unterschied.:Cheese:
Du läufst erst seit 3 Jahren davon ein Jahr wegen verletzung gar nicht.
Momentan max. 20 km im Training und nur 4 Monate bis Biel.
Lass es, das wird nix.
Lauf dieses Jahr im Frühjahr und im Herbst einen Marathon mit vernünftigem Training und Biel dann im nächsten Jahr.
Gruß
triduma

hzockt 04.02.2012 21:56

Ihr habt recht, das wollte ich eigentlich nicht hören :Cheese:

Erstmal vielen Dank für Eure Einschätzungen. Auch mir ist klar, dass das ne heiße Nummer ist...
Auch weiß ich, das ich wieder zu schnell zu viel erzwingen will. Ich meine im Oktober 2011, insbesondere nach der Umstellung des Laufstils, kam ich mit viel Quälerei (und Schmerzmitteln - ja ich weiß ...) auf 6Km/Woche. Nachdem langen Lauf morgen werdens schon 64Km/Woche sein. Also das 10-fache innerhalb von drei Monaten. Das bekommt man nicht mit diesen 10% pro Woche hin ;)
Klar es zwickt und zieht noch ein bisschen in den Waden, aber wenn man die nachdem Laufen "tiefkühlt" und dann später auf ne heiße Wärmflasche legt, dann gehts den nächsten Tag eigentlich wieder. Und im Allgemeinen wird immer besser. Die Probleme mit den Schienbeinen sind auch fast vollkommen weg ...

Einen 10er oder gar Marathon schließe ich vollkommen aus. Ich bin vom Typ her so, dass ich nur an einem Wettkampf teilnehme, wenn ich weiß, dass ich meine PB angreifen kann. Und da sagt mein Körper, wenn ich mal in mich reinhöre "NEIN - lass den Mist!!!"
Wohingegen ich Biel als Genußlauf bzw. sightseeing Tour verbuchen würde, wo die Zeit zweitrangig ist.

Als ich vorletzte Woche mal 7Km mit einem Tempo von 4:45 Min/Km (was ja eigentlich nicht so schnell ist) gelaufen bin, hatte ich deutlichst mehr Probleme als letzten Sonntag 23Km in ~5:50 Min/Km.

Ich weiß zwar nicht genau was ich sagen will, aber ich hoffe ihr versteht mich ;)


Kleine Ergänzung: (gerade mal nachgeschaut)
2009 --> ~1100 Trainingskilometer
2010 --> ~3300 Trainingskilometer
2011 --> ~1000 Trainingskilometer (davon 500Km bis zur Verletzung mitte Februar)
2012 --> bis jetzt ca. 250Km (Tendenz schnell steigend ;-) )

FMMT 04.02.2012 22:06

Ich bin mal den Rennsteig gelaufen und hatte in den Jahren zuvor wahrscheinlich schon über 100 35km Läufe relativ:Cheese: locker absolviert sowie in der Vorbereitung problemlose Läufe über 6-7 Stunden und musste trotzdem beim Rennsteig Lehrgeld zahlen. Von Km 40 bis 72 konnte ich mein rechtes Knie nicht mehr beugen und wurde in der Zeit sehr demütig.:cool:
Wenn Du jetzt schon mit Schmerzmittel und Problemen läufst, wanderst Du, was ich an sich nicht schlimm finden würde oder handelst Dir langfristige Probleme ein und das wäre echt doof:(

Thorsten 04.02.2012 22:07

Ich bin Biel 2004 gelaufen. Da hatte ich aber schon 12 Jahre Lauf"karrierre", gegenüber Triduma wenig und gegenüber dir sehr viele Marathons gelaufen. In der Vorbereitung bin ich auch schon mal 2 * in der Woche je knapp 50 km gelaufen (5:00 min/km) und fand das eher langweilig als total anstrengend. Im Vorjahr hatte ich auch 2 Marathons Sub-3 gelaufen. Voraussetzungen waren also nicht wirklich schlecht.

In Biel habe ich mich unterwegs über das Profil gewundert, das ich im Internet anders gesehen habe. Paar mal den Hubbel hoch und der Rest flach war im Kopf. Aber irgendwer hatte die ganzen kleinen up and downs - immer nur ein paar Höhenmeter, aber verdammt oft - vergessen einzuzeichnen / zu erwähnen. Das geplante lockere Loslaufen mit 5:00 min/km änderte sich auf 5:30 min/km. Die letzten 25 km waren dann ganz schön hart: Viele Pinkelstopps am Wegesrand, nur um stehenbleiben zu dürfen, und dabei ein Alibitröpfchen rausgequetscht. So habe ich also Biel anhand meiner vorliegenden Informationen eine Runde unterschätzt.

Bei deiner Lauferfahrung und der unmittelbaren Vorgeschichte würde ich dir wärmstens von Biel in diesem Jahr abraten. Und selbst wenn du 60 km weit laufen kannst, sind die nächsten 40 km ein kompletter 8stündiger unwitziger Wandertag. Es läuft dir nicht weg und auch in 3 Jahren bist du da noch nicht der Opa und alte Sack.

Thorsten 04.02.2012 22:14

Ach so, das Jahr 2011 habe ich auch mit 2 Meniskus-OPs rumgebracht und bin Ende November wieder mit 6 km eingestiegen (um zu gucken, ob ich am drauffolgenden Wochenende beim Nikolaus-Duathlon überhaupt antreten soll.). Wenn ich momentan nicht mehr am Schwimmen und Radeln hängen würde, "wäre" ich sicher auch wieder bei 65 Wochen-Kilometern und würde das trotzdem nicht als Zeichen sehen, wieder in Biel zu starten.

Ansonsten ist Biel natürlich "der" 100er schlechthin :).

hzockt 04.02.2012 22:17

Hmmm zu meinem Leidwesen herrscht hier kollektive Einigkeit und ich werde die Sache wohl erstmal auf Eis legen, nochmal gründlich überlegen, bzw. jetzt erstmal eine Nacht drüber schlafen ;)
Wenn ich morgen den 27er hinter mir habe, werde ich nochmal ein bisschen was schreiben.
Aber wenn Biel klappen würde, wäre das echt mal eine geile Sache und ich könnte deutlich vor meinem 30sten, einen weiteren virtuellen Haken setzen :liebe053: !

Aber um das nochmal deutlich zu sagen, die letzten 2,5 Monate bin ich vollkommen "schmerzmittelfrei" unterwegs.


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