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Rälph 25.03.2024 08:55

Zitat:

Zitat von AhornStiefel (Beitrag 1741799)
Ich fasse mal zusammen, was ich hier im Thread ausgerufen habe: "Ich möchte in sub10 finishen, weiß aber noch nicht ob das realistisch ist und bin mir nicht zu schade das Ziel ggfs. anzupassen. Auch mit einer langsameren Zeit wäre ich zufrieden." - Das ist also für dich eine gewagte Ansage? :Lachen2: Wie muss ein Ziel denn formuliert sein, damit es demütig genug für dich ist?

Ich habe mich in erster Linie auf deinen Threadtitel bezogen. Da steht für mich recht eindeutig, dass es eine Sup10 im Erstversuch werden soll - das halte ich nach wie vor für eine gewagte Ansage unter Rücksichtnahme deiner Auskünfte über deinen bisherigen sportlichen Weg.

Deine im Zitat oben gemachte Aussage ist natürlich weniger heikel, sie kann ja so gut wie alles bedeuten.

Ich selbst sympathisiere einfach mit Leuten, die eine gewisse Zurückhaltung üben. Ist nicht persönlich gemeint, wir kennen uns ja auch gar nicht.:Blumen:

Wie auch immer, ich wünsche dir eine verletzungsfreie Vorbereitung. Vergiss die regelmäßigen langen Koppelsachen nicht, die bringen dich voran.

sabine-g 25.03.2024 09:01

Lass dich nicht verunsichern.
Ich finde das Ziel gut und es ist zu schaffen.
Du solltest allerdings drüber nachdenken ob Optimierungen in Sachen Material und Aerodynamik nicht doch sinnvoll wären.
Sie können einen Unterschied von 10-30min auf dem Rad machen bei gleicher Leistung.
Ohne Optimierung wird es schwer.
Was ist ein must have:
  • Einteiler
  • Aerohelm
  • gute Reifen
  • Hochprofil-Laufräder

Ich habe es schon geschrieben: 10h heutzutage ist dasselbe wie 10:30/10:45 Ende der 90er.

AhornStiefel 25.03.2024 11:50

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 1741801)
1:45h / Woche Schwimmen mit Schwimmschwäche als Erstling 15 Wochen vor dem WK und kurz vor der heißen Phase… Respekt. Das muss man sich erst mal trauen. :Blumen:

Denn wie jeder weiß, ist der Hebel von eingesetzter Trainingszeit zu verbesserter Wettkampfzeit beim Schwimmen am größten.
Noch dazu in einer Entlastungswoche mit entsprechend reduzierten Umfängen, über das Jahr hinweg komme ich bisher im Schnitt auf 2:20h/Woche im Wasser. Aber irgendwie muss man sich die Realität ja so hinbiegen, dass sie zum eigenen Weltbild passt, ist heutzutage ja en vogue. :Blumen:


Zitat:

Zitat von Meik (Beitrag 1741803)
Das musst du einzig zwischen dir und dem Triathlon-Gott ausmachen. Vielleicht helfen ja noch ein paar Carbon-Opfergaben. :Cheese:

Ansonsten einfach mal machen, schlimmstenfalls kommst du halt mit Wandertag ins Ziel. IMHO wichtig ist die Achillessehne im Auge zu behalten, das dauert oft lange bis das wirklich auskuriert ist.

LD ist halt auch viel Kopfsache. Sich beherrschen und nicht zu schnell anzugehen mit dem Adrenalinschub im WK, Verpflegung konsequent beachten, bei Hitzewettkampf auf jede Kühlung achten und vieles mehr. Und wenn es mit Sub10 nicht klappt, aus Fehlern lernt man. ;)

Dein Training ist ja letztich auch eher risikofreudig.

Das sehe ich absolut genauso. Im schlimmsten Fall war das Ziel eben zu groß und ich passe es entweder noch vor dem Wettkampf an (falls das Training mir sagt, dass ich nicht die nötige Fitness habe) oder schaffe es eben nicht. Ausgiebige Wandertage bei der ersten LD haben Rälph, Helmut und sicherlich viele andere Athleten auch schon geschafft ohne mit großen Zielen reinzugehen.

Ich bin schon einigermaßen überrascht darüber, dass manche das Ziel so anstoßerregend finden. Der Küchen-Psychologe in mir hat da seine Vermutungen, aber ich beiße mir mal auf die Zunge.

Das soll es jetzt auch gewesen sein von mir zum Thema Zielsetzung, für mich steht das außerhalb dieses Threads nicht im Fokus, sondern vielmehr das nötige Training dafür.

Zitat:

Zitat von AhornStiefel (Beitrag 1741799)
Die Achillessehne merke ich inzwischen kein bisschen mehr

Zitat:

Zitat von StefanW. (Beitrag 1741811)
Es ist schon nicht "nichts", ein sub10-Training mit einer angeschlagenen Achillessehne bis zum Tag vor dem Wettkampf durchzustehen.

:confused:


Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1741830)
Lass dich nicht verunsichern.
Ich finde das Ziel gut und es ist zu schaffen.
Du solltest allerdings drüber nachdenken ob Optimierungen in Sachen Material und Aerodynamik nicht doch sinnvoll wären.
Sie können einen Unterschied von 10-30min auf dem Rad machen bei gleicher Leistung.
Ohne Optimierung wird es schwer.
Was ist ein must have:
  • Einteiler
  • Aerohelm
  • gute Reifen
  • Hochprofil-Laufräder

Ich habe es schon geschrieben: 10h heutzutage ist dasselbe wie 10:30/10:45 Ende der 90er.

Danke, verunsichern lasse ich mich nicht.
Zu den von dir genannten Punkten:
  • Einteiler:
    hier liegt schon der Castelli PR2 rum, allerdings noch in der falschen Größe. Ich warte noch auf einen von Renerosa, die gefallen mir optisch gut. Hat hier jemand schon Erfahrungen mit der Marke gemacht? Ist der auch schnell?
  • Aerohelm:
    Hab ich auch schon hier, muss aber noch checken ob er zu meiner Sitzposition passt.
  • gute Reifen:
    im Moment sind noch die normalen Conti GP5000 aufgezogen, ich überlege aber auf tubeless umzurüsten oder zumindest auf den GP5000 TT upzugraden
  • Hochprofil-Laufräder:
    ich fahre vorne 58mm und hinten 80. Ein Kumpel hat mir angeboten seine Scheibe zu leihen. Vielleicht komme ich auf ihn zurück.

Die günstigen Watt kaufe ich mir natürlich. Ich werde nur nicht auf einer high-end Rennmaschine antreten, sondern auf einem günstigen gebrauchten Speedmax.

Helmut S 25.03.2024 12:35

Zitat:

Zitat von AhornStiefel (Beitrag 1741852)
Denn wie jeder weiß, ist der Hebel von eingesetzter Trainingszeit zu verbesserter Wettkampfzeit beim Schwimmen am größten.
Noch dazu in einer Entlastungswoche mit entsprechend reduzierten Umfängen, über das Jahr hinweg komme ich bisher im Schnitt auf 2:20h/Woche im Wasser. Aber irgendwie muss man sich die Realität ja so hinbiegen, dass sie zum eigenen Weltbild passt, ist heutzutage ja en vogue. :Blumen:

Ich verstehe nicht, was der Zynismus soll? :-((

Du hast beim Schwimmen noch deutlich Potential, gehst aber nur 2x pro Woche ins Wasser im Schnitt und es ist eine Binsenwahrheit, dass ein anstrengendes Schwimmen Körner verbrät, die du sicher für dein ambitioniertes Ziel hinten raus brauchen wirst. Das ist wirklich nicht ohne Risiko für dein Ziel finde ich. Du müsstest übrigens 3x Schwimmen pro Woche auch nicht groß periodisieren (im Sinne von Entlastungswoche). 3x kann man immer ins Wasser bei Umfängen von ca. 3-3,5km / Einheit.

Wenn du nicht jetzt über'n Winter bis in den März/April hinein 3x schwimmst, ja wann denn dann? In den kommenden Wochen/Monaten in der Build/Peakphase? Da wirst du normal anderes zu tun haben, die Läufe werden länger, die Koppeleinheiten auch und es wird schwerer die Qualität im Schwimmtraining aufrecht zu erhalten - vor allem wenn Schwimmen nicht die erste Einheit am Tag sein kann. Du bist die letzten 8-12 Wochen in einer LD Vorbereitung eigentlich immer irgendwie leicht "Dauermüde". Das macht Schwimmen nicht einfacher. Hier wäre es eine gute Strategie, wenn du Schwimmen mehr oder weniger eingetütet hast und auf "maintenance" schalten kannst. Zu "maintenance" gehört auch eine gewisse Freiwassergewöhnung. Die meisten benötigen da n paar Einheiten jede Saison, bis das wieder läuft. Vor allem muskuläre Gewöhnung an der Schulter (wegen Neo) könnte ein Thema sein. Wenn du mal mehr Erfahrung hast, kannst du auch anders agieren.

Beispiel: Es gibt hier Leute, wie z.B. sabine_g, die schwimmen eigentlich gar nicht - ausser ab und zu ohne Training 100x100 :Cheese: Die haben es aber irgendwann mal gelernt, gehen dann mit dem Neo noch n paarmal ins Freiwasser und schwimmen 60min +/-. Arne, glaube ich, schwimmt überhaupt nicht im Pool, sondern nur im Freiwasser. Er schwimmt auch immer 65min +/- so wie ich das im Kopf habe. Das sind aber Leute mit mega viel Erfahrung. Das ist schon was anderes als wenn man es zum ersten Mal macht.

Du könntest wirklich öfter schwimmen und mehr Umfänge rein bringen. Viele schwimmen am Anfang der Distanz noch so wie sie es sich wünschen, der letzte Kilometer (oder gar die letzten zwei) zahlt aber massiv auf die Zeit und den KH Verbrauch ein - im negativen Sinne.

Es wäre bestimmt eine gute Idee, wenn du dir als Zwischenziel setzt, andauernd ein schönes, lockeres Tempo schwimmen zu können und auch regelmäßig lange, aerobe Aufgaben einstreust (solche Einheiten dauern dann auch nicht so lange, weil keine Pausen drin sind). Anders als beim Laufen, kannst du im Pool auch mal n Überdistanztraining machen. Es gibt kaum etwas auf der LD, dass man so gut und WK-nah üben kann wie ein langes, lockeres Schwimmen. Du kannst das ja auch abwechslungsreich gestalten - denn langweilig ist das ggf. schon ;)

Das mit dem "Zeiteffektiv" stimmt schon. Diese Sicht solltest du dir m.E. jedoch erst zu eigen machen, wenn du einerseits wirklich locker die 3,8km durchschwimmen kannst (das scheint mir eine Muss-Voraussetzung) und andererseits das Potential beim Schwimmen nicht mehr so groß ist.

Es bedarf eines deutlich unterschiedlichen Aufwandes ob man mit 35J von potentiellen 75min +/- auf 68min +/- kommen will oder mit 55+ Jahren von 65min oder gar 60min sich um eine oder zwei Minuten verbessern möchte.

Viel Erfolg!

:Blumen:

longtrousers 25.03.2024 13:06

@Helmut S: Roth ist doch immer mit Neo oder? Das ist schon mal einfacher als ohne.

Helmut S 25.03.2024 13:53

Zitat:

Zitat von longtrousers (Beitrag 1741857)
@Helmut S: Roth ist doch immer mit Neo oder? Das ist schon mal einfacher als ohne.

Ja. :Blumen:

StefanW. 25.03.2024 18:39

Zitat:

Zitat von AhornStiefel (Beitrag 1741852)
:confused:

Zitat:

Zitat von AhornStiefel (Beitrag 1741799)
Ich könnte auch die 3,8km in 1:30h wegbaden, die 180km (oder in Roth eher 178km) in 6h RTF-Style pedalieren und den Marathon in 5:30h walken. ... Für andere Athleten ist das sicher ein schönes Ziel, ich will das nicht nieder machen. Für mich ist es eben nichts.

Zitat:

Zitat von StefanW.

Es ist schon nicht "nichts", ein sub10-Training mit einer angeschlagenen Achillessehne bis zum Tag vor dem Wettkampf durchzustehen.

In anderen Worten:
Noch hast Du keine sub10h-Vorbereitung erfolgreich hinter Dich gebracht. Bevor Du Dich so über andere Triathleten stellst: Wir sind gespannt auf die Zeit, die am Ende des IM auf der Uhr steht.

Rälph 25.03.2024 23:28

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 1741854)
Das mit dem "Zeiteffektiv" stimmt schon. Diese Sicht solltest du dir m.E. jedoch erst zu eigen machen, wenn du einerseits wirklich locker die 3,8km durchschwimmen kannst (das scheint mir eine Muss-Voraussetzung) und andererseits das Potential beim Schwimmen nicht mehr so groß ist.

Es bedarf eines deutlich unterschiedlichen Aufwandes ob man mit 35J von potentiellen 75min +/- auf 68min +/- kommen will oder mit 55+ Jahren von 65min oder gar 60min sich um eine oder zwei Minuten verbessern möchte.

Ich habe die oft stiefmütterliche Sichtweise bzgl. des Schwimmens nie verstanden und sehe es im Gegenteil als sehr effektives Training im Bezug auf die Gesamtzeit an. Voraussetzung dafür ist aber, dass man versucht es wirklich zu lernen. Dafür muss man sich damit auseinandersetzen. Ganz so, wie wenn jemand an der Aeroschraube auf dem Rad dreht:
Welche Kopfhaltung ist schneller; mit welchem Ellbogen- und Handgelenkwinkel kann ich mich besser am Wasser entlanghangeln; wie stark muss ich den Körper rotieren, damit ich die Schulter gescheit nach vorne bekomme usw. Das kann man im Becken wunderbar machen und die Stoppuhr gibt einem direkt ein Feedback. Dazu kostet es keinen einzigen zusätzlichen Cent.

Viele Triathleten schwimmen aber über viele Jahre hinweg den genau gleichen Stiefel und verschenken dadurch auf einer LD 5-20 Minuten auf einen gut schwimmenden Amateur. Ich bin damals bei meiner ersten LD '99 noch eine 1:07 geschwommen und habe mich im Lauf der Jahre dann so bei 0:53/54 mit und 0:57 ohne Neo eingependelt. PB war mal eine 0:51:xx in Frankfurt. Natürlich steigt mit der Zeit die Fitness, aber der Hauptgrund war die verbesserte Schwimmtechnik.

Ich finde, dass da die Trainingszeit gut investiert war. Später bin ich dann oft und gerne einfach 3,8km zügig durchgeschwommen im Training.


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